Microsoft erklärt Datenhunger von Windows 10

Hay-Tun am Dienstag 29. September 2015 17:22:50

Microsoft erklärt Datenhunger von Windows 10

Microsoft hat auf seiner Homepage das viel kritisierte Datensammeln von Windows 10 erläutert.

Windows 10 feierte einen erfolgreichen Start, doch es gab aber auch kritische Stimmen. Der größte Kritikpunkt ist nach wie vor Microsofts steigende Sammelwut bezüglich privater Nutzerdaten. Verbraucherschützer warnten vor den Datenschutzeinstellungen von Windows 10. Nun nahm Microsoft erstmals selbst Stellung zu den Datenschutz-Standards seines neuen Betriebssystems.

Das Softwareunternehmen bestätigt, dass Windows 10 auch schon für grundlegende Features begrenzt Daten sammelt. "Um ihr Gerät für Sie persönlicher und angenehmer zu machen, können Sie zusätzliche Funktionen auswählen. Diese Funktionen sind optional und funktionieren besser, wenn Windows 10 ihre Interessen und Vorlieben kennt", erklären die Redmonder.

Die gesammelten Daten unterteilt Microsoft in drei Kategorien: Telemetriedaten, Personalisierung und Dienste sowie Werbedaten. Für die Diagnose- und Nutzungsdaten stellt Windows 10 die Optionen "Einfach", "Erweitert" und "Vollständig" zur Verfügung. Damit kann der User individuell festlegen, ob lediglich Informationen zu Sicherheitseinstellungen und Abstürzen oder auch Details zum Nutzungsverhalten übermittelt werden.

Die vollständige Übermittlung ist allerdings ab Werk eingestellt. Sie wird laut Microsoft benötigt, um Probleme zu erkennen und zu beheben. In früheren Windows-Versionen hieß die Funktion "Fehlerberichterstattung" und war standardmäßig optional. Darüber hinaus stellt Microsoft nun klar, dass der Konzern weder E-Mails noch Chats, Videoanrufe, Sprachnachrichten, Dokumente, Fotos oder persönliche Dateien für personalisierte Werbung nutze.

Microsoft entferne alle Informationen, die die Identifizierung des Users ermöglichen, wie etwa IDs und IP-Adressen. Einige Daten verwende Microsoft auch, um Wörterbücher und die Spracherkennung in Windows 10 zu optimieren. Die intelligente Sprachassistentin Cortana spiele damit keineswegs die Rolle eines Keyloggers.

Foto: © Pixabay.


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