DDoS-Erpresser drohen deutschen Unternehmen

Hay-Tun am Mittwoch 23. September 2015 17:49:08

DDoS-Erpresser drohen deutschen Unternehmen

Das Sicherheitsunternehmen Link11 warnt deutsche Firmen vor systematischen DDoS-Angriffen.

Seit einigen Tagen haben Cyberkriminelle wieder verstärkt Finanzunternehmen in Deutschland angegriffen. Sie forderten dabei bis zu 50 Bitcoins (ca. 10.400 Euro) Schutzgeld. Das mit DD4BC unterzeichnete Erpresserschreiben hat Link11 als Beispiel veröffentlicht. Das Sicherheitsunternehmen hat sich auf die Abwehr von DDoS-Attacken spezialisiert.

Dem Sicherheitsunternehmen zufolge weicht das aktuelle Vorgehen der Erpresser in einigen Details von den seit einigen Monaten bekannten Angriffsmethoden ab. Beispielsweise verzichteten die Angreifer nun auf übliche Warnattacken, die sie früher gleichzeitig mit Versand der Erpresser-Mail ausführten. Zudem wurde die bisher üblicherweise gesetzte Zahlungsfrist von 24 Stunden auf 7 Tage verlängert.

Zudem werden mehrere Absenderadressen benutzt, die diesmal nicht immer mit dem Benutzernamen dd4bc@ beginnen, vielmehr werden beliebige Buchstabenkombinationen als Benutzername verwendet. Darüber hinaus werden jegliche Verhandlungsversuche mit den Erpressern abgelehnt. Als einzige Nachricht wird "IMPORTANT: Dont reply! We cant read!" angezeigt.

"Mittlerweile gibt es mehrere unterschiedliche Erpresserschreiben im Namen von DD4BC sowie Abweichungen in der Vorgehensweise. Daher können wir Trittbrettfahrer nicht ausschließen. Doch auch Nachahmer machen bei DDoS-Attacken ernst", erklärt Link11-Geschäftsführer Jens-Philipp Jung.

Betroffenen empfiehlt Link11 zunächst sicherzustellen, dass Server und Netzwerke effektiv geschützt sind. Unternehmen sollten nicht auf die Forderung der Erpresser eingehen, sondern den Erpressungsversuch den zuständigen Behörden und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden.

Foto: © Wikimedia.


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