Windows 10 im Fokus der Datenschützer

SandraBellmann am Dienstag 25. August 2015 12:08:44

Windows 10 im Fokus der Datenschützer

Microsofts neues Betriebssystem Windows 10 ist bereits in das Visier diverser Datenschutzbehörden geraten.

Lange wurde Windows 10 als Nachfolger des wenig erfolgreichen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 sehnsüchtig erwartet. Nach der Markteinführung vor vier Wochen hagelt es nun aber zunehmend negative Schlagzeilen. Der Grund: Die undurchsichtige Art der Datensammlung verärgert zahlreiche Datenschützer, sogar Worte wie "Abhöranlage" werden mit der brandneuen Windows-Version in Verbindung gebracht.

In der Schweiz wird derzeit geprüft, ob sich Windows 10 an die Datenschutzgesetze der Eidgenossenschaft hält. Solang dies nicht feststeht, ist es unmöglich, dass das neue Betriebssystem in Behörden oder Verwaltungen eingesetzt wird. In Russland wurde der Download von Windows 10 zunächst geblockt, bis das Betriebssystem auf seine Legalität untersucht wurde. Es ist also noch nicht einmal sicher, ob die neue Windows-Version überhaupt für den russischen Markt zugelassen wird. Hierzulande ist die Lage etwas entspannter. So hält Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht, das Betriebssystem im Allgemeinen für transparent, jedoch gibt es einige Details, die von Kranig und seinem Team als kritisch eingestuft werden. Zu diesen Aspekten muss sich der US-Softwarekonzern nun innerhalb einer von der bayerischen Behörde festgelegten Frist äußern.

Trotz der Kritik der Datenschützer hat Windows 10 einen verhältnismäßig guten Start hingelegt. Schätzungen zufolge soll die neue Windows-Version weltweit bereits auf jedem zehnten Computer installiert sein. Eine Besonderheit des Betriebssystems ist, dass es sowohl auf PCs, Laptops, Tablets und Smartphones einheitlich laufen soll. Neben der überarbeiteten Nutzeroberfläche ist auch der Sprachassistent Cortana eine der wesentlichen Neuerungen.

Foto: © Creative Commons - Flickr: Robert Scoble.


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