Weniger Google-Apps auf Android-Smartphones

Hay-Tun am Freitag 21. August 2015 15:21:19

Weniger Google-Apps auf Android-Smartphones

Google lockert seine Lizenzvereinbarungen mit den Smartphone-Herstellern und reduziert die Anzahl der vorinstallierten Apps.

Die Liste der Standard-Google-Apps wird kürzer. Seit einigen Wochen dürfen Andropid-Smartphone-Hersteller sogenannte Bloat-Apps weglassen, wie der Techblog Android Central berichtet. Demnach ist die Vorinstallation von Apps wie Google Notizen, Play Bücher, Play Spiele, Play Kiosk und Google+ für Hersteller künftig optional. Mit dem Galaxy Note 5 machte Samsung den Anfang und verzichtete auf die Vorinstallation von Google+. Viele User von Android-Smartphones finden solche vorinstallierte Bloatware überflüssig.

Prinzipiell hat jeder Entwickler die Möglichkeit Android auch komplett ohne Google Apps zu verwenden. Beispiele dafür sind Amazons Fire-Tablets oder das CustomROM CyanogenMod.

Will ein Hersteller aber lediglich eine bestimmte Google-App vorinstallieren, muss er spezielle Auflagen von Google erfüllen. Neben dem Zertifizierungsprozess müssen auch bestimmte Apps und Funktionen vom Hersteller vorinstalliert werden, wie etwa das Such-Widget von Google, Maps und Chrome.

Mit der neuen Regelung schwächt Google seine Online-Dienste zwar, reagiert möglicherweise aber auch auf den Druck seitens der Europäischen Union. Denn die EU-Kommission hatte vor kurzem eine kartellrechtliche Untersuchung zu Android eingeleitet.


Foto: © Flickr: Orde Saunders.


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