Vodafone-Kunden bekommen Geld zurück

Hay-Tun am Donnerstag 20. August 2015 12:22:00

Vodafone-Kunden bekommen Geld zurück

Aufgrund eines Systemfehlers hat Vodafone tausenden Kunden zu hohe Kosten berechnet.

Der Mobilfunkanbieter Vodafone hat 47 000 Kunden über mehrere Monate hinweg fälschlicherweise zu viel für LTE-Datenverbindungen berechnet, wie Areamobile berichtet. Dabei buchte Vodafone bei Prepaid- und Vertragskunden über einen längeren Zeitraum kleine Cent-Beträge ab.

Wegen des geringen Betrags blieb der Fehler lange Zeit unbemerkt. Der Telekommunikationskonzern will nach eigenen Angaben die irrtümlich abgebuchten Beträge wieder gutschreiben.

Betroffen sind laut Vodafone 33 000 Vertragskunden sowie 14 000 Nutzer von Prepaid-Karten, die LTE-fähige Smartphones verwenden. "Bei den Prepaid-Kunden hat es sich tatsächlich materialisiert. Sie haben bereits eine Gutschrift erhalten", teilte ein Unternehmenssprecher mit. Vodafone bemühe sich darüberhinaus, Fehlbeträge aus zukünftigen Rechnungen zu streichen. "Die beiden Vormonate vor dem aktuellen Rechnungslauf werden derzeit noch analysiert", erklärte der Sprecher. "Auch hier werden wir Kunden Gutschriften erteilen, wenn hier fehlerhafte Abbuchungen identifiziert werden." Areamobile zufolge gibt es den Fehler seit Mai 2015. Angeblich haben sich auch Kunden bei Vodafone beschwert.

Die Ursache der irrtümlichen Berechnungen liegt in einer Fehleinstellung des LTE-Netzes, die Vodafone nach eigenen Angaben mittlerweile beseitigt hat. Auch bei deaktivierter Datenverbindung besteht der Kontakt zwischen Mobilfunknetzen und Smartphones über sogenannte Signalisierungspakete weiter. Wenn ein Vodafone-Kunde keine Datenflat nutzt, entstehen damit Kosten durch die übertragenen Bytes.


Foto: © Flickr: Karlis Dambrans.


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