Datenraub von Sex-Portal: Hacker machen Ernst

PeterCCM am Mittwoch 19. August 2015 19:14:57

Datenraub von Sex-Portal: Hacker machen Ernst

Millionen von Datensätzen mit persönlichen Daten der Nutzer der Seitensprung-Webseite Ashley Madison sind veröffentlicht worden.

Das Hackerteam, das sich selbst The Impact Team nennt und vor rund einem Monat mit dem Hack der Sex-Dating-Seite Ashley Madison für Aufregung sorgte, hat seine Drohung in die Tat umgesetzt. Die persönlichen Daten von mehr als 37 Millionen Nutzern des Sex-Portals wurden veröffentlicht. Die Datendiebe hatten das Unternehmen, dass die Seitensprung-Seite betreibt, über den Datenklau informiert und die Schließung der Seite gefordert. Falls dieser Forderung nicht Folge geleistet würde, würden die gestohlenen Daten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, so die Hacker.

Ashley Madison wurde jedoch nicht vom Netz genommen und jetzt sind Millionen von Datensätzen mit E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Bankgeschäfte seit 2007 sowie Vor- und Nachname von Seitensprung-Interessenten aufgetaucht. Informationen über Kreditkartendetails beschränken sich auf die letzten vier Ziffern. Auch wenn ein großer Teil der Informationen, die von The Impact Team veröffentlicht wurden, keine realen Daten sind und es sich stattdessen beispielsweise um Decknamen handelt, ermöglichen zumindest die Kontodaten eindeutige Rückschlüsse auf die Identität der Fremdgänger.

Neben den zehn Gigabyte Daten hat das Hacking-Team außerdem eine Nachricht veröffentlicht, die die Motive der Hacker offen legt. Anscheinend betrog das Unternehmen hinter dem Seitensprung-Portal systematisch seine Kunden: Für 19 Dollar wurde das restlose Löschen aller persönlichen Daten versprochen. Diesem Versprechen wurde nicht nachgekommen, wie The Impact Team darlegt.

Foto: © Pixabay.


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