Recht auf Vergessen: Google widersetzt sicht

PeterCCM am Freitag 31. Juli 2015 08:39:34

Recht auf Vergessen: Google widersetzt sicht

Der Europäische Gerichtshof hatte im Mai entschieden, dass Google auf Verlangen von Usern persönliche Daten löschen muss. Dem will der Konzern nicht Folge leisten.

Das Urteil des Gerichtshof in Luxemburg bezog sich, gemäß seiner Zuständigkeiten, auf die persönlichen Daten von EU-Bürgern. Suchergebniss in Verbindung mit dem Namen müssen auf Verlangen gelöscht werden. Google kam dem Gebot zunächst nach, jedoch nur auf europäischen Seiten wie google.de, auf google.com tauchen die Suchergebnisse weiterhin auf.

Die französische Datenschutz-Aufsicht CNIL hatte nun Google erneut dazu aufgefordert, dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nachzukommen. Doch der US-Konzern weigert sich mit der Begründung, dass kein Land das Recht habe zu bestimmen, welche Seiten in einem anderen Land aufgerufen werden können. Googles Verweis auf die Freiheit im Internet ist offensichtlich scheinheilig, ist der Konzern doch an vorderster Front aktiv, wenn es darum geht, das Nutzerverhalten über die Steuerung der Suchergebnisse zu manipulieren.

Auf rechtlicher Ebene riskiert Google in Europa mit Geldstrafen belegt zu werden. Die monopolartige Vormachtstellung im Internet hat jedoch zur Folge, dass der Konzern so etwas leisten kann.

Foto: © Pixabay.


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