Forscher entwickeln Tor-Alternative

Hay-Tun am Dienstag 28. Juli 2015 13:36:39

Forscher entwickeln Tor-Alternative

Ein Forscher-Team der ETH Zürich und des University College London hat ein neues Anonymisierungsnetzwerk entwickelt.

Die Tor-Alternative heißt ''Hornet'' und verspricht deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Wer sich vor Spionage durch Geheimdienste schützen will, kann über ein Anonymisierungsnetzwerk ins Internet gehen und so seine Spuren im Netz verwischen. Bislang war Tor das bekannteste Netzwerk dieser Art. Tor ist zwar sicher, bremst die Surfgeschwindigkeit aber drastisch ab.

Mit Hornet sollen anonyme Daten mit bis zu 93 Gigabyte pro Sekunde durch das Netzwerk geschickt werden können, wie der Technikblog ars technica berichtet. Der Name Hornet ist ein Akronym für High-Speed Onion Routing at the Network Layer. Ähnlich wie Tor werden auch bei Hornet die Anfragen in sogenannten Onions verschlüsselt. Die Inhalte werden über regelmäßig wechselnde Routen mit mehreren Knoten geleitet, die jeweils wie eine Art verschlüsselnder Proxyserver agieren.

Im Gegensatz zu Tor verwendet Hornet bei der Anonymisierung der Anfragen zwei unterschiedliche Onion-Protokolle. Diese werden jeweils symmetrisch verschlüsselt weitergeleitet, was zur Reduzierung der Datenmenge führt.

Den Forschern ist es außerdem gelungen, die verschiedenen Knoten für Hornet in Netzwerkrouter einzubinden, wie etwa in Software-Router von Intel. Diese Prozedur könnte die Verbreitung des Netzwerkes beschleunigen. Wann Hornet zur Verfügung stehen wird, ist jedoch noch unbekannt. Weitere Einzelheiten haben die Forscher in einem ausführlichen Bericht veröffentlicht.

Foto: © Pixabay.




Kommentar hinzufügen

Kommentare

Kommentar hinzufügen