Fehlerhafte Microsoft-Updates!

Dezember 2016

Patches und Updates beseitigen Systemfehler und bringen neue Funktionalitäten mit. Allerdings verursachen die Basteleien von Microsoft & Co. manchmal mehr Probleme, als sie lösen. Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie Ihren Rechner bei misslungenen Updates vor Komplikationen bewahren.




Wenn Microsoft-Updates Probleme machen

Am 11. Dezember 2014 verkündete Robert Hallock, Head of Global Technical Marketing von AMD, per Twitter, dass das neue Windows-Update mit der Kennung KB3004394 ernsthafte Probleme verursacht und die Installation des Grafikkartentreibers von AMD nicht erlaubt. KB3004394 sollte sofort deinstalliert werden. Microsoft hatte KB300- 4394 zurückgezogen und nahm es aus der Update-Funktion von Windows weg. Schon seit August 2014 hat Microsoft zehn fehlerhafte Updates veröffentlicht, die danach zurückgezogen wurden.

Update-Debakel auch bei Apple und Google

Aber nicht nur Microsoft, auch Apple und Google veröffentlichten im Herbst und Winter einige wacklige Updates, als sie die neuen Versionen ihrer mobilen Betriebssysteme ausrollten.

Microsoft bringt zu viele Windows-Patches!

Der zweite Dienstag im Monat ist Patchday. An diesem Tag verteilt Microsoft Sicherheit-Updates und Systempatches für seine Produkte - in erster Linie für die verschiedenen Windows-Versionen. Viele Nutzer haben die Update-Funktion sogar so eingestellt, dass das System verfügbare Updates automatisch herunterlädt und installiert. Danach genügt ein Neustart des Computers und schon ist das System up-to-date.


Seit Sommer 2014 ist diese Update-Strategie nicht mehr empfehlenswert. Seitdem muss Microsoft immer wieder kaputte Updates zurückziehen. Zwar stellte Microsoft auch vor dem Patchday gelegentlich Updates zur Verfügung, die allerdings nicht funktionierten. Im letzten halben Jahr gab es allerdings kaum einen Microsoft-Patchday, der nicht auch ein misslungenes Update verteilte.

Das Fehler-Debakel begann mit vier problematischen Patches im August 2014. Microsoft wollte damals eigentlich die Rechteausweitung mittels einer manipulierten Fontdatei in Windows 7 und 8 verhindern. Ein Patch, der auf manchen Computern zum Bluescreen führte.

Ein weiteres Sicherheits-Update der Kernel-Treiber (KB3000061) im Oktober war zwar harmlos, ließ sich aber einfach nicht installieren. Das vierte Quartal war durch drei fehlerhafte Updates zur Verschlüsselungsarchitektur gekennzeichnet. Spätestens seit den Snowden-Enthüllungen ist klar, dass Betriebssysteme und Programme moderne Verschlüsselungsverfahren brauchen, um gut geschützt zu sein.

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