WLAN verschlüsseln

Dezember 2016

Ihr WLAN sollte gegen fremden Zugriff abgesichert werden. Als Besitzer des Funknetzwerkes haften Sie, wenn über ein ungeschütztes WLAN illegale Aktivitäten verübt werden, beispielsweise urheberrechtlich geschützte Inhalte verbreitet oder Cyber-Angriffe auf Andere durchgeführt werden. Mit wenigen Klicks können Sie das heimische WLAN gegen Fremdsurfer und Kriminelle lückenlos absichern.


WLAN sichern: Auf WEP und WPA ist kein Verlass

Viele WLAN-Nutzer entscheiden sich für die falsche Sicherheitstechnik und setzen auf WEP-Verschlüsselung. Doch diese ist unzuverlässig und lässt sich binnen weniger Sekunden knacken. Auch die als sicher bezeichnete WPA-Verschlüsselung kann ganz leicht außer Gefecht gesetzt werden.

Deswegen sollten WEP und WPA nicht mehr verwendet werden. Stattdessen sollten Sie auf WPA2-Verschlüsselung umsteigen. Dafür brauchen Sie keine speziellen IT-Kenntnisse. Mit einigen Einstellungen an Router und Computer lässt sich das erledigen. Bei vielen Speedport-Modellen der Deutschen Telekom oder der FritzBox von AVM ist WPA2 bereits ab Werk voreingestellt.

Allerdings müssen nicht nur Router und WLAN-Modul im Computer diese Verschlüsselung unterstützen, sondern auch alle weiteren angeschlossenen Geräte wie etwa Smartphones. Ist eines der Geräte nicht mit dem WPA2 kompatibel, sollten Sie es besser per Netzwerkkabel mit dem Router verbinden, wenn dies möglich ist.

WLAN mit sicherem Passwort verschlüsseln

Der Einsatz der WPA2-Verschlüsselung reicht alleine nicht aus. Das WLAN sollte mit einem möglichst komplexen Passwort und einem nicht zu erratenden SSID (WLAN-Name) geschützt sein.

Zudem empfehlen wir Ihnen, die eindeutigen Identifikationsdaten (IP- und MAC-Adresse) jedes angeschlossenen WLAN-Geräts im Router fest zu verankern. Damit können sich Fremde trotz bekanntem Passwort nicht mehr einwählen. Sogar die Nachtschaltung des Routers kann Sie vor Hacker-Angriffen nicht schützen.

Einstellungen nur über Kabelverbindung vornehmen

Die notwendigen Einstellungen werden über die Benutzeroberfläche des Routers vorgenommen. Die Adresse dieser Benutzeroberfläche finden Sie im Handbuch Ihres Routers. Geben Sie diese einfach in Ihrem Internetbrowser ein. Einige Router können mittels einer mitgelieferten Software gesteuert werden. Sämtliche Einstellungen an Ihrem Router sollten Sie am besten über eine Kabelverbindung vornehmen. Damit vermeiden Sie es, dass Sie sich durch fehlerhafte Einstellungen im Funknetz selbst aussperren.

Kein WLAN ist hundertprozentig sicher

Egal wie viele Sicherheits-Einstellungen Sie vornehmen, ein WLAN wird immer verwundbar sein. Wollen Hacker unbedingt in ein Funknetz eindringen, werden Sie Ihr Ziel erreichen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Eine hundertprozentige Sicherheit kann nicht garantiert werden.


Allerdings errichten Sie mit den vorgestellten Handgriffen hohe Hürden für Hacker und bringen Hobby-Knacker zur Verzweiflung. Damit wird auch das Risiko minimiert.

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