Nigeria-Connection, was steckt dahinter?

November 2016

Die Nigeria-Connection ist seit Jahren ein Synonym für Betrügereien. In diesem Artikel werden wir uns etwas genauer mit diesem Thema beschäftigen und erklären Ihnen was sich hinter der Nigeria-Connection verbirgt.



Nigeria Connection / Vorauszahlungsbetrug

Seit dem Jahr 1988 werden weltweit Briefe verschickt, in denen den Empfängern große Geldsummen versprochen werden, wenn sie dafür bereit seien, afrikanischen Geschäftsleuten dabei zu helfen, gigantische Dollarbeträge außer Landes zu schaffen. Dies sollen in der Regel mehrere Millionen Dollar sein. Auch der versprochene Empfänger Anteil soll in Millionenhöhe liegen. Hierbei handelt es sich um Betrug: ''Vorausgebühren-Betrug''.


Die Stories, die dabei in diesen Briefen erzählt werden, sind so phantastisch, dass es normalerweise sofort auffallen sollte, dass hier etwas nicht sauber läuft. Geht jemand auf diese Geschichten ein, wird anfangs nur eine kleine Gebühr verlangt. Diese kann durchaus einige tausend Dollar oder Euro sein. Zahlt das Opfer, kommen die Kriminelle mit stets neuen Gebühren und anderen Kosten. Dazu vorgelegte Dokumente von Rechtsanwälten und Behörden sind ausnahmslos gefälscht.

Einige Opfer lassen sich leider überreden, zu einem Meeting ins Ausland zu kommen. Doch auch hier wurden sie mit anderen Methoden in die Falle gelockt. Opfern, die in die Niederlande gelockt wurden, wurden zum Beispiel verlockend hohe Summen, die zum Teil in bar bezahlt werden sollen. Dabei behaupten die Kriminelle, sie hätten größere Summen Bargeld absichtlich schwarz gefärbt, um es aus dem Ausland gefahrlos am Zoll vorbeizuschmuggeln. Mithilfe teuren Chemikalien und echter Geldscheine könne das Geld wieder entfärbt werden (Wash-Wash-Money). Lässt sich das Opfer auf den Deal ein und stellt sein eigenes echtes Geld zum Entfärben zur Verfügung, wird er mit Hilfe von Taschenspielertricks um sein Bares gebracht und geht mit wertloses schwarzes Papier nach Hause!

Wertlose Checks

Eine weitere Betrugsmethode, ist die Übersendung von gefälschten (wertlosen) Schecks, die in einem weit überhöhten Betrag ausgestellt wurden. Dabei sind die Kriminelle auf den Überzahlbetrag aus. Meist haben die angeschriebenen Opfer verschiedene Güter und Dienste im Internet angeboten. Der Kriminelle, der sich als Käufer tarnt, übersendet einen Scheck eines in- oder ausländisches Kreditinstitutes, der einen den vereinbarten Kaufpreis wesentlich übersteigenden Betrag ausweist. Der ''Käufer'' bittet dem Opfer um Rücküberweisung des Überschussbetrags per Bargeldtransfer (Meist über Western Union oder anderen Bargeldtransferbanken).

Tipps und Hinweise

> Ignorieren Sie Schreiben der o.a. Art.

> Geben Sie weder Ihre persönlichen Daten noch Kontonummern oder Kontonummern Ihres Unternehmens weiter.

> Bewahren Sie sensible und wichtige Daten sicher auf.

> Keinerlei Treffen vereinbaren.

> Reisen Sie nicht zum Abschluss solcher "Geschäfte" ins Ausland, denn es besteht ein großes Leib- und Lebensgefahr.

> Informieren Sie beim Empfang eines solchen Schreibens Ihre örtliche Polizeidienststelle.

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