Die fiesesten Hacker-Tricks

November 2016

Hacker verwenden immer gerissenere Methoden bei Ihren Attacken. In diesem Praxistipp zeigen wir Ihnen einige der fiesesten Hacker-Tricks und was Sie dagegen tun kann.



Trick 1: Spear-Phishing


Beim Spear-Phishing handelt es sich um eine besondere Form des Phishings. Früher hatte Phishing als Hauptziel, Massen von Nutzern in die Falle zu locken. Die dabei verwendeten Spam-Mails waren damals nicht personalisiert, sondern so allgemein wie möglich gestaltet. Spear-Phishing verwendet dagegen soviel wie möglich persönliche Informationen in Ihrer E-Mails. Spammer attackieren öffentliche Verzeichnisse wie etwa Facebook und andere Datenbanken, um Ihre Opfer mit ihren richtigen Namen ansprechen zu können. Und nicht nur das, Hacker verpassen Ihre betrügerischen E-Mails täuschend echte Designs von Geldinstituten oder Online-Handel-Plattformen, was bei den Opfern den Eindruck legitimer Schreiben erweckt und diese zum Klick auf den Phishing-Link innerhalb der E-Mail verleitet.

Gegenmaßnahme


Installieren Sie regelmäßig Windows-Updates und behalten Sie die Herkunft fremder Daten stets im Auge.

Trick 2 : Clickjacking


Bei dieser Technik überlagern die Hacker die Darstellung einer Webseite unsichtbar mit Komponenten einer anderen Webseite. Die Besucher dieser Webseite werden dazu veranlasst, scheinbar harmlose Mausklicks durchzuführen. Was diese allerdings nicht wissen: Jeder Klick landet auf die vom Hacker präparierte Oberfläche. Anstatt auf die gewünschten Links zu klicken, werden vom Hacker definierte Aktionen ausgelöst.

Gegenmaßnahme


Internet-User sollten sich auf aktuelle Webbrowser verlassen. Dieses checken den den Header der besuchten Webseite und entfernen, falls vorhanden, die fiesen Frames.

Trick 3 : Audio-Viren


Audioviren setzen für den Datendiebstahl niederfrequente Tonsignale, mit denen sie Computer verknüpfen, die auf Netzwerkebene nicht verbunden sind. Forscher des Fraunhofer FKIE belegten in einem Experiment, dass die Malware Entfernungen von bis zu 20 Metern Luftlinie überbrücken kann. Dabei wurde per Audiosignal ein Ad-hoc-Netzwerk aufgebaut. Per Keylogger ließen die Forscher im Anschluss abgefangene Daten über Computer in nebeneinander liegenden Büroräumen "hoppen".

Gegenmaßnahme


Um die Infektion stoppen zu können, genügt es das Mikrofon und die Soundkarte zu deaktivieren, denn Audio-Viren verbreiten sich über hochfrequente Töne.

Trick 4 : AR Exploitation


Sicherheitsfirmen zufolge werden AR-(Augmented-Reality-)Geräte, wie Google Glass, immer Attraktiver für Hacker. Angriffsziel sind die in den Geräte eingebauten Kameras: Angreifer können Übertragungen etwa während der Eingabe von PINs oder Passwörtern abfangen und für Kriminelle Zwecke verwenden. AR-Geräte geben zudem detaillierte Berichte über den Alltag des Opfers.

Gegenmaßnahme


Halten Sie Ihr AR-Gerät stets auf den aktuellen Firmwarestand.

Trick 5 : Camfecting


Bei dieser Technik greifen Hacker via Remote-Verbindung auf die Webcam im Laptop zu und spionieren das Privatleben ihrer Opfer aus. Um die Webcam anzuzapfen, muss der Angreifer den Computer des Opfers zuerst mit einer Malware infizieren.

Gegenmaßnahme


Seien Sie vorsichtig beim Umgang mit E-Mail-Anhängen. Firewalls, Virenscanner sowie sicheres WLAN können Sie vor solchen Angriffen schützen.

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