Cyber-Mobbing

Dezember 2016





Was ist Cyber-Mobbing?


Mit Cyber-Mobbing ist das absichtliche und über einen längeren Zeitraum anhaltende Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen, Belästigen oder Ausgrenzen von anderen Personen. Dabei werden digitale Medien verwendet.
Cyber-Mobbing geschieht entweder im Internet (E-Mails, Instant Messenger, in Sozialen Netzwerken) oder auch per Handy (Kurznachrichten oder lästige Anrufe).

Ursachen


Die Ursachen für Cyber-Mobbing sind verschieden. Das Phänomen kann sich praktisch überall entwickeln, wo Menschen miteinander leben, arbeiten oder lernen. Der betroffenen Person genügt es ''anders'' zu sein, um Opfer von Cyber-Mobbing zu werden.

Entwicklung


Im Übergang vom Konflikt zum Mobbing tritt die systematische Tyrannisieren des Opfers in den Vordergrund. Das ursprüngliche sachliche Problem verliert dabei immer mehr an Bedeutung. Der Täter erhält dabei eine Machtposition. Das Opfer fühlt sich damit unterlegen und ausgeliefert. Cybermobbing ist heutzutage keine Ausnahmeerscheinung mehr. Schulen sind besonders von diesem Phänomen betroffen. Junge Schüler kommunizieren verstärkt über soziale Netzwerke (Facebook, Twitter etc.). Dadurch werden sogar ganze Schulen miteinander vernetzt. Beleidigungen und Hänseleien werden damit vom Schulhof ins Internet verlagert. Die Täter profitieren von der Anonymität des Netzes um andere leicht zum Opfer zu machen.

Bislang fielen ausschließlich Jugendliche und junge Erwachsene Cybermobbing zum Opfer. Eine Studie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beweist jedoch, dass auch Erwachsene von diesem Phänomen betroffen sind. Zwölf Prozent der befragten Internet-User, die in mindestens einem Sozialen Netzwerk aktiv sind, waren bereits Opfer von Cyber-Mobbing und sexueller Belästigung. Bei den meisten Opfern handelt es sich vorwiegend um weibliche Nutzer zwischen 14 und 39 Jahren.


Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Folgen für das Opfer


Die Opfer können verschiedene Symptome aufweisen, die auf Cyber-Mobbing schließen lassen. Die Anzeichen sind vor allem psychischer Art. Problematisch wird es, wenn auch das Privatleben der Opfer von Cyber-Mobbing geprägt wird.

Symptome

  • Die Opfer sind häufig bedrückt
  • Ungewöhnlich schweigsam
  • Nervös und angespannt.
  • Schwerwiegende psychische, psychosomatische und soziale Folgen (Schlaf- und Lernstörungen, Depressionen, Schulangst, Selbstverletzungen).

Tipps gegen Cyber-Mobbing

Tipps für Opfer

  • Bedrohliche E-Mails dürfen Sie auf keinen Fall toleriert. Kinder und Jugendliche sollten es vermeiden, direkt auf solche E-Mails oder Kurznachrichten zu antworten: Eltern und andere Vertrauenspersonen einbeziehen. Als Schüler sollte auch die Schule informiert werden.
  • Speichern Sie die verbreiteten Bilder und beleidigende E-Mails und Kurznachrichten und bewahren Sie diese als Beweismaterial auf.
  • In schwerwiegenden Fällen sollten Sie sich sofort an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.
  • Sperren Sie alle Personen, die Sie in Sozialen Netzwerken belästigen. Werden Sie telefonisch belästigt, so können Sie ganz einfach Ihre Nummer ändern.

Tipps für die Schule

  • Die Schulleitung muss nach Bekanntwerden eines Cyber-Mobbing-Falls mit den beteiligten Personen (Opfer und Täter) reden. Vielleicht kann dies zu einer Lösung und damit zu einer Wiedergutmachung führen.
  • Die Eltern des Opfers können die Situation nicht ernst nehmen, da dieses oft keine Vorstellung davon haben, was Cyber-Mobbing bedeutet und wie gefährlich das Phänomen ist. Hier sollte die Schule die Eltern des Opfers den Ernst der Lage deutlich machen.
  • Die Lehrer müssen mit den Schülern über das Thema Cyber-Mobbing diskutieren (Referate, Spezialisten einladen etc.). Außerdem müssen die Lehrkräfte die Kontrolle über den Klassenraum behalten. So bleibt den Schülern kein Spielraum frei um sich gegenseitig zu mobben.

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