Spam

September 2015

Einführung zu Spam


Seit es das World Wide Web gibt, wurden die Ressourcen zugänglicher und der Informationsfluss, der im Netz der Netze in Umlauf ist, hört nicht auf zu wachsen. Nichtsdestotrotz hat sich der Informationsgehalt nicht immer zum Besseren gewendet und einige Leute haben schnell begriffen, wie sie diese Ressourcen missbrauchen können.

Als Spam (manchmal verwendet man auch den Begriff junk mail ), bezeichnet man die massenweise und unerlaubte Verbreitung von E-Mails an Empfänger, die hierfür keine Erlaubnis erteilt haben.

Konzept von Spam


Der Begriff « Spam » bezeichnet die massenweise Versendung von E-Mails (oft Werbemails) an Empfänger, die nicht danach gefragt haben und deren Adressen meist im Internet ohne deren Zustimmung gesammelt wurden. Das Wort « Spam » kommt vom Namen einer Sorte von Frühstücksfleisch, die von der Firma Hormel Foods verkauft wurde. Der Zusammenhang mit E-Mail-Missbrauch stammt aus einem Sketch von Monty Python (Monty Python's famous spam-loving vikings) der in einem Vikinger- Restaurant spielt, dessen Spezialität Frühstücksfleisch der Marke « Spam »ist. In diesem Sketch bestellt ein Kunde ein anderes Gericht, die anderen Kunden beginnen im Chor zu singen « spam spam spam spam spam... » und zwar so laut, dass man den armen Kunden nicht mehr hört !

Personen, die die massenweise Aussendung von Werbe-Mails durchführen, heißen « spammer » ), ein Begriff, der mittlerweile stark negativ behaftet ist!

Wozu Spam ?


Das erste Ziel von Spam besteht darin, Werbung zu den geringsten Kosten zu machen, durch die « massenweise Versendung von nicht erwünschten E-Mails » (auf Englisch junk mail) oder durch « unerwünschtes mehrfach-posten » (EMP).

Spammer geben manchmal fälschlicherweise vor, dass die Empfänger sich spontan bei ihrer Datenbank angemeldet haben und dass die erhaltenen Nachrichten leicht zu löschen sind, was bedeutet, dass es endlich eine ökologische Möglichkeit gibt, Werbung zu machen.

Vorgehensweise von Spammern


Spammer sammeln E-Mail Adressen im Internet (in Foren, auf Websites, in Diskussionsgruppen, etc.) mit Software-Tools, genannt « Robots », die die verschiedenen Seiten durchlaufen und dabei eine Datenbank aller gefundenen E-Mail Adressen anlegt.

Dann muss der Spammer nur noch eine Anwendung starten, die die Werbebotschaft sukzessive an jede Adresse sendet.

Auswirkungen von Spam


Die größten Nachteile von Spam sind :

  • der Speicherplatz, den er in den Maiboxen der Empfänger belegt ;
  • das schwierige Auffinden von persönlichen oder professionellen Nachrichten inmitten der zahlreichen Werbebotschaften, und das höhere Risiko von fälschlichem Löschen oder über-lesen wichtiger Nachrichten ;
  • der Zeitverlust, der sich durch das Aussortieren und Löschen der nicht erwünschten Nachrichten ergibt ;
  • der gewalttätige oder degradierende Aspekt von Texten oder Bildern, die in diesen Nachrichten vorkommen, die vor allem Jüngere treffen können ;
  • die Bandbreite, die er am Netz der Netze verschwendet.



Außerdem führt Spam zu zusätzlichen Verwaltungskosten für Internet-Provider, der sich auf die Preise ihrer Angebote niederschlägt. Diese höheren Kosten hängen zusammen mit :

  • dem Erstellen von Antispam-Systemen ;
  • der Sensibilisierung der User ;
  • der Ausbildung des Personals ;
  • dem zusätzlichen Ressourcenverbrauch (Filter-Server, etc.).

Gegenmaßnahmen für Spam


Spammer verwenden in der Regel falsche Sendeadressen, daher hat es keinen Sinn, zu antworten. Was könnte dem Spammer besser bestätigen, dass die Adresse aktiv ist.

Wenn Sie ein Spam-Mail bekommen (nicht erwünschte Nachricht), kann es sein, dass sich im unteren Bereich der Seite ein Link befindet, der dazu dienen soll, diese Nachrichten abzubestell. Wenn dies der Fall ist, ist es wahrscheinlich, dass dieser Link dem Spammer dazu dient, aktive Adressen zu finden. Daher ist es empfehlenswert, die Nachricht zu löschen.

Es gibt auch Antispam-Anwendungen, die unerwünschte Nachrichten nach bestimmten aufgestellten Regeln finden und, im anderen Fall, löschen. Es werden zwei Arten von Antispam-Software unterschieden :

  • Antispam-Software von Seiten des Clients, wird beim E-Mail Client aktiv. Es handelt sich meist um Systeme, die Filter besitzen, die aufgrund von festgelegten Regeln oder einem Lernprozess (Bayesianische Filter) Spam erkennen können.
  • Antispam-Software von Seiten des Servers, ermöglicht eine Filterung der Nachrichten, bevor sie zu den Empfängern gelangen. Diese Software ist die weit bessere, das durch sie nicht erwünschte Nachrichten in großer Menge gestoppt werden, und dadurch die Überlastung von Netzwerken und Mailboxen verhindert wird. Eine Zwischenlösung besteht darin, die Antispam-Software des Servers so zu konfigurieren, dass die Nachrichten mit einem speziellen Header markiert werden (zum Beispiel X-Spam-Status: Yes). Durch diese Markierung ist es leicht, die Nachrichten auf Ebene des Mail-Clients herauszufiltern.



Wenn die Mailbox voll oder vollständog überlastet ist, besteht die letzte Möglichkeit darin, die Mailbox zu wechseln. Es ist allerdings empfehlenswert, die alte Box eine gewisse Zeit lang zu behalten, bis alle Kontaktadressen übernommen sind und Sie die neue Adresse allen Personen mitgeteilt haben, die diese haben sollten.

Spam vermeiden


Um Spam zu vermeiden, sollte man seine E-Mail Adresse so wenig wie möglich herausgeben, und dazu :

  • Keine Nachrichten weiterzuleiten (Witze, etc.), die den User auffordern, die Nachricht so vielen Kontakten wie möglich zu schicken. Solche Listen sind Geschenke an Adressen-Sammler. Es ist unter Umständen möglich, die Nachricht so weiterzuleiten, dass die Adressen der vorherigen Empfänger verschleiert werden.
  • So weit wie möglich versuchen, seine E-Mail Adresse nicht auf Foren oder Websites zu veröffentlichen.
  • Soweit es geht, die E-Mail Adresse durch ein Bild ersetzen (für Adressen-Aufspürsysteme nicht auffindbar), oder sie aufzuteilen (zum Beispiel (par exemple « jean tiret francois punkt pillou klammeraffe kioskea punkt net ».
  • Zulegen von einer oder mehreren « wegwerf-Adressen » die lediglich dazu dienen, sich bei Seiten anzumelden oder einzuloggen, denen Sie nicht vertrauen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, können sie das Ding auf die Spitze treiben, indem Sie soviele Alias-Adressen wie Anmeldungen eröffnen und dabei darauf auchten, den Namen der Firma oder Seite hineinzuschreiben. Wenn dann eine nicht erwünschte Nachricht ankommt, ist es leicht, festzustellen, woher sie kommt ».

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