Der ASCII-Code

November 2017
Der ASCII-Code ist eine 7- bzw. 8-Bit-Kodierung, die sich auf nahezu alle auf einer englischen Computertastatur vorhandenen Zeichen stützt. Sie wurde 1963 eingeführt und dient als Grundlage für andere Codes mit mehr Bits.


Kodieren von Informationen

Um über weite Distanzen zu kommunizieren, ist es nötig, die Information zu kodieren. Das Morsen stellte die erste Möglichkeit der Kodierung von Texten bzw. Sprache dar. 1844 entwickelte Samuel F. B. Morse das erste Morsegerät. Sein Code bestand aus Punkten und Strichen (also in gewisser Weise ein binärer Code). Durch das Morsen war Kommunikation viel schneller möglich als mit dem damaligen Postsystem der Vereinigten Staaten, dem Pony Express. Der Telegrafist war eine Person von entscheidender Bedeutung, er musste den Code genau kennen.

Es wurden zahlreiche andere Codes erfunden, wie der von Émile Baudot (Baudot-Code, im Englischen Murray Code genannt).


Am 10. März 1876 stellte Graham Bell das Telefon vor, eine revolutionäre Neuerung, mit der akustische Informationen über Metallleitungen weitergegeben werden konnten. Als wahrer Erfinder wurde vom US-amerikanischen Repräsentantenhaus allerdings Antonio Meucci anerkannt. Dieser hatte bereits 1871 einen Patentantrag für das Telefon gestellt, konnte es aber nach 1874 nicht weiter finanzieren.

Die Telefonleitungen trugen zur Entwicklung von Fernschreibern bei, Geräte, mit denen Zeichen im Baudot-Code kodiert und dekodiert werden konnten. Die Zeichen waren auf 5 Bits kodiert, es gab also lediglich 32 Zeichen.

In den 1960er Jahren wurde der ASCII-Code (American Standard Code for Information Interchange, zu Deutsch Amerikanischer Standardcode für Informationsaustausch) als Standard festgelegt. Er ermöglicht das Kodieren von Zeichen auf 7 und erweitert auf 8 Bits, er hat also 256 mögliche Zeichen.

Was ist der ASCII-Code?

Der Computerspeicher speichert alle Daten in digitaler Form. Zeichen können nicht direkt gespeichert werden. Jedes Zeichen hat daher ein Äquivalent in digitalem Code: dies ist der ASCII-Code. Der Basis-ASCII-Code stellte die Zeichen auf 7 Bits dar (also 128 mögliche Zeichen von 0 bis 127).

Die Codes 0 bis 31 sind keine Zeichen. Man nennt sie Steuerzeichen, weil man mit ihnen bestimmte Aktionen durchführen kann, wie Wagenrücklauf (CR) für den Zeilenumbruch und Tonsignal (BEL).

Die Codes 65 bis 90 stehen für Großbuchstaben.

Die Codes 97 bis 122 stehen für Kleinbuchstaben.

Hinweis: um von Groß- auf Kleinbuchstaben zu wechseln, genügt es, das sechste Bit zu ändern, also 32 zum ASCII-Code auf Dezimalbasis dazuzuzählen.

Tabelle der ASCII-Zeichen

Zeichen ASCII-Code Hexadezimaler Code
NUL (Null)00
SOH (Start of heading)11
STX (Start of text)22
ETX (End of text)33
EOT (End of transmission)44
ENQ (Enquiry)55
ACK (Acknowledge)66
BEL (Bell)77
BS (Backspace)88
TAB (horizontale Tabulation)99
LF (Line feed, Zeilenumbruch)100A
VT (Vertical tabulation, vertikale Tabulation)110B
FF (Form feed)120C
CR (Carriage return, Wagenrücklauf)130D
SO (Shift out)140E
SI (Shift in)150F
DLE (Data link escape)1610
DC1 (Device control 1)1711
DC2 (Device control 2)1812
DC3 (Device control 3)1913
DC4 (Device control 4)2014
NAK (Negative acknowledgement)2115
SYN (Synchronous idle)2216
ETB (End of transmission block, Ende des Übertragungsblocks)2317
CAN (Cancel, Abbrechen)2418
EM (End of medium, Ende des Mediums)2519
SUB (Substitute, Substitut)261A
ESC (Escape)271B
FS (File separator, Dateitrenner)281C
GS (Group separator, Gruppentrenner)291D
RS (Record separator, Datensatz-Trenner)301E
US (Unit separator, Einheiten-Trenner)311F
SP (Space, Leerzeichen)3220
!3321
"3422
#3523
$3624
%3725
&3826
'3927
(4028
)4129
*422A
+432B
,442C
-452D
.462E
/472F
04830
14931
25032
35133
45234
55335
65436
75537
85638
95739
:583A
;593B
<603C
=613D
>623E
?633F
@6440
A6541
B6642
C6743
D6844
E6945
F7046
G7147
H7248
I7349
J744A
K754B
L764C
M774D
N784E
O794F
P8050
Q8151
R8252
S8353
T8454
U8555
V8656
W8757
X8858
Y8959
Z905A
[915B
\925C
]935D
^945E
_955F
'9660
a9761
b9862
c9963
d10064
e10165
f10266
g10367
h10468
i10569
j1066A
k1076B
l1086C
m1096D
n1106E
o1116F
p11270
q11371
r11472
s11573
t11674
u11775
v11876
w11977
x12078
y12179
z1227A
{1237B
1247C
}1257D
~1267E
Unterdrückungstaste1277F

Erweiterte ASCII-Tabelle

Der-ASCII Code wurde für die englische Sprache entwickelt. Er enthält daher keine akzentuierten Zeichen oder für andere Sprachen spezielle Zeichen. Um solche Zeichen zu kodieren, muss man auf einen anderen Code zurückgreifen. Daher wurde der ASCII-Code auf 8 Bits (ein Byte) erweitert, um mehr Zeichen kodieren zu können. Man spricht vom erweiterten ASCII-Code.

Bei diesem Code stehen die Werte von 0 bis 255 (dann auf 8 Bits kodiert, also einem Byte) für die Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen, Satzzeichen und anderen Zeichen (zum Beispiel akzentuierte Zeichen im Fall des Codes iso-latin1).

Der erweiterte ASCII-Code ist nicht eindeutig und hängt von der verwendeten Plattform ab. Die zwei am häufigsten verwendeten Zeichensätze des erweiterten ASCII-Codes sind:

Erweiterter OEM-ASCII-Code: Mit diesem Code wurden die ersten Rechner des Typs IBM PC ausgestattet.

ASCII étendu OEM - OEM Extended ASCII


Erweiterter ANSI-ASCII-Code: Er wird von modernen Betriebssystemen verwendet.

ASCII étendu ANSI - ANSI Extended ASCII

Der EBCDIC-Code

Der von IBM entwickelte Code EBCDIC (Extended Binary-Coded Decimal Interchange Code) erlaubt die Kodierung von Zeichen auf 8 Bits. Obwohl er auf IBM-Rechnern oft eingesetzt wird, war er nie so erfolgreich wie der ASCII-Code.

Unicode

Der Code Unicode ist ein Kodierungssystem für Zeichen auf 16 Bits, das 1991 entwickelt wurde. Das Unicode-System ermöglicht die Darstellung jedes Zeichens auf 16 Bits, unabhängig vom Betriebssystem oder der Programmiersprache. So vereint es beinahe alle existierenden Alphabete (arabisch, armenisch, kyrillisch, griechisch, hebräisch, lateinisch usw.) und ist mit dem ASCII-Code kompatibel.

Alle Unicode-Codes sind auf der Seite http://www.unicode.org einsehbar.

Foto: © Pixabay.

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Letztes Update am 28. Oktober 2017 04:10 von SilkeCCM.
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