Webmastering - Ergonomie einer Webseite

November 2016

er Begriff der Webseite

Die Ergonomie ist der Gebrauch von wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Menschen (Psychologe, Physiologie, Medizin) zum Zweck, sein Arbeitsumfeld zu verbessern. Die Ergonomie wird vor allem durch zwei Komponenten definiert  ,:

  • Die Effektivität, besteht in der Anwendung von Produkten für andere als vom Entwickler bestimmte Zwecke  ;
  • Die Verwendbarkeit, entspricht den Kapazitäten des Nutzers. Sie teilt sich auf in  :
    • Gebrauchskomfort, um physische und nervöse Anspannung zu reduzieren.
    • Sicherheit, bei der Auswahl von angepassten Lösungen zum Schutz des Nutzers  ;

Auf den Bereich des Internets angewandt, bedeutet Ergonomie einer Webseite, dass in effektiver Weise auf die Erwartungen des Verbrauchers eingegangen wird und ihnen der grösstmögliche Komfort beim Surfen ermöglicht wird.

Die Hauptschwierigkeit hierbei sind die unterschiedlichen User-Profile. Die folgenden Kriterien sind in der Regel für eine Webseite bestimmendanbsp;:

  • Erwartungen des Users: nicht alle Besucher einer Webseite suchen dieselbe Information und haben nicht diesselben Anforderungen an die Graphik.
  • Gewohnheiten des Users: sein Verhalten entspricht seinen Angewohnheiten.
  • Alter des Users: charakterisiert in der Regel seine Fähigkeit zur Anpassung und die Surfgeschwindigkeit.
  • Ausstattung : ist eine der Hauptschwierigkeiten. Die Anzeige einer Zeite variiert je nach Ausstattung, vor allem kommt es auf den Browser und die Auflösung an.
  • Wissensstand : alle Besucher der Seite sind nicht not- wendigerweise ein Ass in Informatik. Die Ergonomie der Webseite muss auch an die weniger erfahrenen User denken.

Menschliche Charakteristiken

Psychologische Studien über den Menschen haben Stärken und Schwächen gezeigt. Das Ziel der Ergonomie ist es, von den psychologischen Elementen zu profitieren um eine effiziente und Komfortable Benutzeroberfläche für den User gestalten zu können.

Das menschliche Wesen, nach dem Modell des «   Menschlichen Prozessor », erlebt seine Umwelt anhand seiner Sensorischen Système ( 5 Sinne: Tasten, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken), speichert und plant Handlungen mit Hilfe seines kognitiven Systems (Gehirnà und handelt dann nach seinem motorischen System und dank der Sprache.

Das Sehen ist der ausgeprägteste der fünf Sinne, Schmecken nud Riechen die am wenigsten entwickelten. Wenn man bedenkt, dass das Sehen 50% der Akivitäten des Gehirns aussmacht, ist dies ein großer Vorteil für die Benutzeroberflächen.

Jedes dieser Systeme besitzt eine Erinnerung und einen Prozessor. Die Theorien in der Psychologie unterscheiden drei Typen von Erinnerung :

  • die sensorische Erinnerung, ermöglichen das Speichern einer sensorischen Information (Stimulation) von der Dauer einer Viertel Sekunde (250ms),
  • Der Kurzzeitspeicher (oder Arbeitsspeicher), ist fähig, eine begrenzte Anzahl von auf englisch: chunks, also Informationseinheiten, d.h. visuelle oder sonore Informationen wie z.B. ein Wort) über mehrere Minuten zu speichern. Studien von Geoges MILLER von 1956 (Magical number seven), haben gezeigt, dass ein menschliches Wesen gleichzeitig sieben Informationen gleichzeitig verarbeiten kann (plus/minus zwei).
  • Die Langzeiterinnerung, kann eine unbegrenzte Anzahl von Informationen dauerhaft speichern.

Die drei Erinnerungstypen sind eng verbunden. Eine Umgebung, die ständig einen Sinn reizt (Musik, Video, angenehmer Ort) erleichtert das Kurzzeitlernen. Deswegen ist Lernen mit durch Handeln sehr effizient. Die multimediale Umgebung gestattet es z.B. Kindern, sich schnell an eine Benutzeroberfläche zu gewöhnen und zu lernen, ohne es zu merken.

Die Wiederholung ist ein Mittel, die Information vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis zu verschieben. Der Lernprozess läuft über ein Assoziierungsprinzip: Eine Information wird im Langzeitgedächtnis gefunden, weil es bei ähnlichen Informationen gespeichert ist.

die« Theorie des Handelns  » (User Central System Design, Donald A. NORMAN, 1986) hat die Theorie der Aktionen und und Reaktionen des Menschen. Diese Theorie basiert auf zwei Konzepten  : les actions et réactions de l'homme. Cette théorie repose sur deux concepts :

  • Der Mensch konstruiert einfache Modelle um sein Verhalten zu definieren
  • Der Mensch führt sein Handeln nach dem Ablauf von Sieben Etappen durch:
    • Festlegen eines Ziels : mentale Repräsentation eines zu erreichenden Zustandes
    • Formulierung einer Absicht : die Entscheidung, das gesteckte Ziel zu erreichen
    • Planung des Handelns : die Reihenfolge der zu unternehmenden Handlungen
    • Realisierung des Aktionsplanes : besteht in der Aktivierung des motorischen Systems
    • Erkennen des Zustand des Systems, beschreibt in psychologischen Variablen das Erkennen der Veränderung des Organismus
    • Bewertung des erreichten Zustandes im Verhältnis zu den initial festgelegten Zielen.

    théorie de l\'action

Ist das Ausgangsziel sehr komplex, wird es in aufeinanderfolgende Unterziele zerlegt, bis das Unterziel erreichbar ist. Dann wird das Unterziel in ein Handeln umgewandelt, dass dem neuen Ziel folgt. Die Handlungstheorie definiert zwei Entfernungen, die den Abstand von erklärtem Ziel und seiner Erfüllung charakterisieren;:

  • Der Ausführungsabstand, stellt den Abstand zwischen dem Ziel und dem Zustand des Systems dar
  • der Evaluierungsabstand, stellt den Abstand zwischen dem Zustand des Systems und dem Ziel dar.

Die Evaluierung dieser beiden Abstände erlaubt dem Menschen ein Urteil über die notwendige Anstrengung um sein erklärtes Ziel zu erreichen und die mentale Übereinstimmung.

Diese Liste der psychologischen Charakteristika ist nicht abgehoben. Die Ergonomie erlaubt es, Verhaltensweisen zu verstehen und Lernmechanismen zu erforschen um ergonomische Mensch-Maschine Benutzeroberflächen zu erschaffen. Er benötigt dazu vor allem die folgenden Elemente:

  • eine Liste mit verschiedenen Punkten sollte nicht mehr als 7 Elemente enthalten;;
  • der Gebrauch von Farben und von Signalen die an eine Benutzeroberfläche erinnern, erleichtern dem Benutzer die Eingewöhnung
  • kurze Nachrichten erleichtern die Erinnerung
  • die Benutzeroberfläche muss treu den Zustand des Systems weitergebe. Vor allem Warnhinweise sollten miteingabracht werden.

Ergonomiekriterien

Die wichtigsten Kriterien der Ergonomie einer Webseite sind die Folgenden (die Liste ist nicht verbindlich);:

Kriterium Unterkriterium Beschreibung
Umfeld
Sobriété
Einfachheit eine bereingte Webseite verstärkt die Glaubwürdigkeit der Organisation.
Wenig geladen Animierte Bilder sind zu vermeiden. Animationen müssen dort eingesetzt werden, um starke Messages hervorzuheben, da diese den Blick des Users auf sich ziehen.
Lesbarkeit
Lisibilité
Klarheit Man muss berücksichtigen, dass geschriebene Informationen auf einem Bildschirm schwerer als auf Papier zu lesen sind (25% mehr Lesezeit). Daher muss der Text aufgelockert werden.
Struktur Der Text muss mithilfe von Paragraphen strukturiert werden, um die Lesbarkeit zu vereinfachen
Organisation Die Informationselemente müssen nach Wichtigkeit sortiert werden. Die Wichtigsten Elemente müssen am Anfang der Seite stehen.
Benutzbarkeit
Utilisabilité
Einfache Navigation Die « Regel der 3 Klicks », der weltweit gefolgt wird, besteht darin, dass alle Informationen in höchstens drei Klicks zugänglich sein müssen
Wiedererkennung Der Besucher sollte jederzeit in der Lage sein, die Webseite wiederzuerkennen. Das Logo muss also auf alle Seiten an die gleiche Stelle. Eine einheitliche Graphikkarte muss darüber hinaus auf alle Seiten angewendet werden, damit der User weiss, dass er immer noch auf der gleichen Website ist. Ein Lageplan der Website kann ein sehr gute Mittel sein um dem Besucher zu zeigen, wo er ist.
Surf-Freiheit Die Website muss dem User die Möglichkeit bieten, mit einem Klick wieder auf die Homepage und auf die wichtigsten Rubriken zu kommen, egal auf welcher Seite er sich befindet (mithilfe einer Navigationsleiste z.B.) Der User sollte im Rahmen des möglichen auf transversiven Wegen surfen. Die Einführungsseiten (splash screen) da sie die meisten Besucher nerven.
Sichtbarkeit der Adresse Die URL der aufgerufenen Seite muss ständig sichtbar und ausreichend deutlich sein, damit der User auchleicht dahin zurückfindet.
Tragweite der Informationen Die Informationen auf der Webseite sollen qualifiziert sein, d.h. das Aktualisierungsdatum oder der Autor müssen stets angegeben werden. Andererseits sollen anziehende Fassaden auf den Seiten gezeigt werden, die gerade umgebaut werden.
Homogenität in der Struktur Die Surfelemente müssen sich auf allen Seiten an der gleichen Stelle befinden, wenn möglich in einheitlicher Präsentation.
Schnelligkeit
Rapidité
Upload-Zeit Die Zeit bis zum Anzeigen einer Seite soll so kurz wie möglich sein, da die meisten User nicht länger als 15 Sekunden warten. Dies hängt aber vor allem von der Verbindung des Besuchers ab, von der Größe der Seite und von Ihren Bildern, oder aber von den Kapazitäten des Webservers.
Optimierte Bilder Man sollte die Größe der Bilder optimieren, indem ein passendes Format und so wenig wie möglich Farben verwant werden. Nicht mehr als 30-40ko maximal pro Bild sind empfohlen, ausser die wollen es ausdrücklich (z.B. beim Runterladen eines hochaufgelösten Bildes)
größenveränderte Bilder Aus dem gleichen Grund sollten die Bilder bevorzugt in ihrer reellen Größe angezeigt werden, ohne Größenveränderung
Interaktivität
Interactivité
Links Die Interaktivität wird durch die möglichen Interaktionen zwischen Nutzer und Website definiert. Links liefern riesige Möglichkeiten in diesem Bereich und erlauben dem Besucher eine Vielzahl von Rundgängen je nach Laune. Daher ist es ratsam, ausreichend Links zu den verschiedenen Seiten zu setzen. Allerdings erschweren zu viele Links die Lesbarkeit.
Aufspalten der Information Damit der Besucher Informationen besser verarbeiten kann und in einigen Fällen auch, um seine Neugier zu befriedigen, ist es ratsam die Information aufzuspalten. Das Aufspalten der Information erfolgt z.B. mit einem Aufhänger-Text und einem Link auf die Fortsetzung des Artikels.
Erleichterung des Austausches Dem Besucher sollte die Möglichkeit gegeben werden, seine Eindrücke und Fragen zu loszuwerden, um die Seite zu verbessern. Mindestens muss dem Besucher die Möglichkeit gegeben werden, einen Ansprechpartner zu finden, per Email oder mittels eines Kontaktformulars.
Anpassungsmöglichkeit
Adaptabilité
  Die Anpassungsmöglichkeit ist die Möglichkeit zur Personalisierung einer Webseite duch die Intervention des Users.
Veränderung der Schriftgröße Die Größe der Texte einer Seite sollten nicht in absoluten Werten angegeben sein, so hat der User die Möglichkeit die Größe zu verändern wenn er dies möchte.
Anpassungsfähigkeit
Adaptativité
  Die Anpassungsfähigkeit ist die Möglichkeit der automatischen Personalisierung der Webseite ohne Intervention des Users.
Zugang
Accessibilité
Einheitlichkeit des Zugangs Der Zugang ist die Möglichket der universellen Nutzung der Webseite von allen Arten von Usern. Es gibt eine Reihe von Regeln, die den Zugang vereinfachen, um die Webseite der größtmöglichen Besucherzahl zugänglich zu machen, egal welche Software- oder Hardwarekonfiguration sie haben.
Interoperabilität die Einhaltung von Standards, vor allem die Empfehlungen für Zugang nach W3C, garantieren die gute Interoperabilität, d.h. die Kapazität der Webseite von vielerlei Kundensoftware aufgerufen zu werden.
Formattransparenz Die genutzten Formate sollten aller Möglichkeit nach transparent sein, d.h. durch den Textmodus abrufbar sein. Hier ist HTML vor Flash zu bevorzugen. Bilder oder Animationen dürfen die Textinformation nicht unterbrechen. Die graphischen Illustrationen sollten nur dazu dienen, den Text zu vervollständigen.
Legende Bilder werden anhand einer Legende oder eines Ersatztextes gesetzt (mit Hilfe von alt), um im Falle eines Nichtanzeigen des den Sinn desselben zu verstehen.
Farbauswahl Die Farben sollten so gewählt werden, dass die Information auch für Personen lesbar bleibt, die Farben nicht korrekt unterscheiden können (Dalton - Syndrom).
sinnvoller Einsatz der Formatfunktion Die Information muss auch ohne die Formatfunktion möglich sein.
Kontrast Der Kontrast von Hintergrundfarbe und des Textes im Vordergund muss ausreichend sein, um schlechtsehenden das Lesen zu ermöglichen.
veränderbare Schriftgröße Die Schriftgröße sollte angepasst sein aber bei Bedarf die Möglichkeit zur Vergrösserung lassen

Die verwendeten Policen dürfen nicht zu klein sein, damit das Auge des Lesers nicht zu schnell ermüdet.


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