BPM - Business Process Management

November 2016

Einführung zu BPM

Als « BPM » (Business Process Management, wörtlich übersetzt "Verwaltung der Unternehmensprozesse ») bezeichnet man den Ansatz, Prozesse innerhalb des Unternehmens - sowohl in Bezug auf die menschlichen, als auch auf die anwendungsorientierten Aspekte - informatisch zu gestalten.

Das Ziel dieses Ansatzes ist es, einen besseren Überblick über die gesamten Unternehmensprozesse und deren Interaktionen zu erhalten, um so in der Lage zu sein, sie zu verbessern, und sie - wenn möglich - so weit es geht mit Hilfe von speziellen Anwendungen zu automatisieren.

Der « bottom-up » Ansatz

Beim BPM wird ein aufsteigender Zugang eingesetzt, der sogenannte « bottom-up » (unten nach oben), dieser besteht darin, die tatsächliche Funktionsweise des Unternehmens zu analysieren, um ihn dann informatisch zu modellieren.

Dies bildet einen Gegenpol zu traditionellen Schemata, den sogenannten « top-down » (übersetzt « oben nach unten »), bei denen die Funktionsweise de Unternehmens in ein Modell eingepasst wird, das von der Führungsebene vorgegeben wird.

Lebenszyklus eines Unternehmensprozesses

Der Lebenszyklus eines BPM-Zugangs lässt sich generell folgendermaßen einteilen :

  • Studie des Unternehmens, bei der dessen Ziele und Organisation analysiert werden, um danach die gesamte Aktivität in Unternehmensprozesse aufgeteilt wird.
  • Modellierung der Unternehmensprozesse, also die Erzeugung eines informatischen Modells, das der Realität so nahe wie möglich kommt,
  • Einsatz der Lösung : Umsetzen einer BPM-Lösung, in Zusammenhang mit dem Informationssystem des Unternehmens (Anwendungen und Datenbanken)
  • Ausführung : die operationelle Phase, in der die BPM-Lösung tatsächlich eingesetzt wird.
  • Begleitung, bestehend in der Zustandsanalyse der Prozesse durch Tableaux de Bords, die die Leistungen der Prozesse darstellen.
  • Optimierung, Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Leistungen der Unternehmensprozesse

Bestandteile

Eine BPM-Lösung hat in der Regel die folgenden Elemente :

  • Ein Prozess-Modellierungs-Tool, mit dem die Unternehmensprozesse graphisch modelliert werden können.
  • Hilfstools zur Implementierung, also Interfaces (API) und Klemmen, durch die die BPM-Lösung in das Informationssystem implementiert werden kann.
  • Ein Workflow-Engine, der die Prozesse instantiiert und den Kontext und deren Zustand in einer Datenbank speichert  ;
  • Tools zur Begleitung und Überwachung, die mit präzisen und angemessenen Indikatoren arbeiten, um Tableaux de Bord zu erstellen, durch die rasch die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Als BAM (Business Activity Monitoring) bezeichnet man das Konzept der Kontrolle der Prozessabläufe des Unternehmens.

Standardisierung des BPM

Eines der Ziele von BPM ist die Wiederverwertbarkeit, also zu verhindern, das man das Rad bei jeder Änderung neu erfinden muss. Daher sind die meisten Tools proprietär, das heißt, sie haben ihr eigenes Datenmodell und ein undurchsichtiges Funktionsprinzip, wodurch ein Zusammenspiel erschwert wird.

Daher ist die Standardisierung der Darstellung der Prozesse ein wichtiges Ziel, um die Integration zwischen den BPM-Tools zu erleichtern. Diese Standardisierung findet auf mehreren Niveaus statt :

  • Am Niveau der Prozessmodellierung
  • Am Niveau der Prozessausführung
  • Am Niveau der Kommunikation mit dem Informationssystem

BPMN

BPMN (Business Process Modelling Notation) ist eine Initiative der BPMI (Business Process Management Initiative, eine Unternehmenskonsortium), die darauf abzielt, eine gemeinsame graphische Notation festzulegen, durch die Unternehmensprozesse modelliert werden.

Die Notation BPMN ermöglicht die entkoppelung zwischen Unternehmens- Information und technischer Information (technische Elemente des Informationssystems), um die Übertragbarkeit von einem Unternehmen zum anderen zu verbessern.

BPMN kann als eine UML -Notation angesehen werden, die auf Unternehmensprozesse angewandt wird.

BPEL

BPEL (Business Process Execution Language) ist eine Initiative der BPMI , deren Ziel darin besteht, eine XML-Darstellung der Aktivitäten vorzuschlagen, die mit der Ausführung eines Prozesses zusammenhängen. Während die BPMN Notation die Prozesse statisch darstellt, beschreibt die Sprache BPEL die Gesamtdynamik.


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